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Cabel Car

Geschichte der Cable Car

Cablecar - Museum Der Besuch des Cable Car Museums ist ein muss.

Die liebenswerten Rumpelbahnen sind aus dem heutigen San Francisco nicht mehr wegzudenken. Langsam, doch stetig und zuverlässig ächzen sie über die Hügel der Stadt und transportieren dabei jährlich fast zehn Millionen Menschen. Für jeden - ob Tourist oder Einheimischen - ist es eine Freude, ja ein kleines Stück Abenteuer, sich auf dem Trittbrett stehend an der Haltestange festzuklammern. Es ist wie eine Sightseeingfahrt mit der Achterbahn. Im sonst so auto- und high-tech-orientierten Amerika sind die Bähnchen ein nostalgisches Relikt der guten alten Zeit - heissgeliebt von allen und vom Nationalpark-Service sogar offiziell unter Denkmalschutz gestellt.Im Jahr 1873 fand die Jungfernfahrt des ersten Cable Car spätnachts und unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Die Stadträte trauten dem modernen Vehikel nicht und befürchteten, sich bei einem Misserfolg lächerlich zu machen. Nicht einmal ein Fahrer fand sich, also mußte der Erfinder Andrew S. Hallidie persönlich an die Greifzange. Der englische Ingenieur hatte schon in den Goldgräbertagen Erfahrung mit Seilbahnen gemacht, und so begann er um 1870 mit der Konstruktion einer seilgezogenen Trambahn: Er ließ aus Stahldrähten ein dickes Endloskabel drehen, das er in eine Tiefe von 70 cm unter den Schienen einer Straßenbahn verlegte. Das Kabel lief dampfgetrieben mit konstanter Geschwindigkeit, eine Greifzange, "Grip genannt, hielt die Tram daran fest - und schon ging es mit 15 km/h bergauf und bergab durch die Straßen von San Francisco.Die Jungfernfahrt wurde zum Erfolg, schon 1894 ratterten mehr als 500 Bahnen auf einer Schienenstrecke von 175 km über die Hügel der Stadt. Sie überstanden sogar das Erdbeben von 1906 nahezu ohne Schäden. Ihr Ende drohte erst durch das Automobil. 1947 beschloss die Stadt, alle Cable Cars durch Omnibusse zu ersetzen. Doch die Bürger San Franciscos hatten das Bähnchen mittlerweile fest in ihr Herz geschlossen - und protestierten in einer grossen Bürgerinitiative. Mit Erfolg: 1964 wurden die Cable Cars unter Denkmalschutz gestellt und 1982 für 60 Millionen Dollar restauriert.Heute quietschen die Wagen noch auf drei Linien durch die Stadt: California Street, Powell/Mason sowie Powell/ Hyde Streets. Noch immer funktionieren sie nach dem gleichen Prinzip wie damals. Die mit Holz und Messing ausgestatteten Wagen sind dieselben, nur die Maschinen im Powerhouse der Cable Car Barn werden heute nicht mehr mit Dampf, sondern elektrisch angetrieben.

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Karl Klaban

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